60 Jahre Eisenhof Liezen
"Swinging Christmas" mit den Cover Girls
Jubiläumsveranstaltung am 12. Dezember 2008 im Eisenhof Liezen

Anlässlich des 60-jährigen Firmenjubiläums lud die Geschäftsführung der Eisenhof Liezen GmbH am Freitag, 12. Dezember zum vorweihnachtlichen Event. Die Gruppe „The Cover Girls“ führte mit Weihnachtsswingnummern durch den Abend. Im festlichen Rahmen begrüßte GF Mag. Susanne Aigner-Haas zahlreiche Freunde und Geschäftspartner des Hauses, die aus dem gesamten Liefergebiet in einem Umkreis von 70 Kilometern der Einladung gefolgt waren. Ihr Dank galt allen Mitarbeitern und langjährigen Kunden, die den Eisenhof Liezen seit Jahren begleiten.
"Sexkabarett" mit Bernhard Ludwing
Jubiläumsveranstaltung am 29. Mai 2008 im Kulturhaus Liezen
Rund 400 Großhandelskunden und Mitarbeiter der Eisehof Liezen GmbH genossen einen unterhaltsamen Abend mit dem Kabarettisten Prof. Bernhard Ludwig.
Die Pointen im Programm "Anleitung zu sexuellen Unzufriedenheit" begeisterten das gut gelaunte Publikum von Anfang an und gaben der "Warnung" auf der Einladung "Sie werden in allen möglichen und unmöglichen Situationen an diesen Abend zurückdenken" recht.
Der Bürgermeister der Stadt Liezen gratulierte zur erfolgreichen Firmengeschichte und überreichte Frau Mag. Aigner-Haas das silberne Ehrenzeichen der Stadt Liezen. In seiner Rede würdigte er die Verdienste der Familie Aigner rund um das erfolgreiche Traditionsunternehmen. Auch Bezirkshauptmann Dr. Kurt Rabl und Helmut Blaser von der Wirtschaftskammer genossen die heitere Atmosphäre dieses Abends.
Kurz betrachtet ..
Von 1 PS zu einem der bedeutendsten regionalen Betriebe
Genau 1 PS Leistung erbrachte der erste „Fuhrpark“, als das Unternehmen 1948 als kleine Eisenwarenhandlung von KR Gert Aigner in Liezen gegründet wurde. Seitdem kann der Eisenhof Liezen auf eine äußerst erfolgreiche Firmenentwicklung zurückblicken und zählt heute zu einem der bedeutendsten mittelständischen Betriebe im Bezirk Liezen. Das Unternehmen hat sich auf das Handling der Sortimente spezialisiert, die von gewerblichen Verarbeitern des Bau- und Baunebengewerbes, den Gemeinden und der Industrie benötigt werden und ist somit das regionale Bindeglied zwischen Herstellern und Verarbeitern. Zu den besonderen Stärken des Eisenhof Liezen zählen heute die hohe Lagerkapazität, die Auslieferung der Waren mit dem eigenen Fuhrpark, die fachliche Beratung und viele auf die Anforderungen der Branche zugeschnittene Dienstleistungen. Parallel zum Großhandel wird auf über 2000m² Ausstellungsfläche auch ein Einzelhandel betrieben. Den Endverbrauchern wird eine große Auswahl an Qualitätsprodukten mit fundierter fachlicher Beratung geboten.
ERINNERUNGEN ehemaliger Mitarbeiter
Wolfgang Wiesler von 1960 bis 2005 im Eisenhof Liezen beschäftigt, ab 1986 Prokurist für den gesamten Großhandel verantwortlich.
„Wenn auch nicht vor 60, aber doch schon vor 48 Jahren bin ich als Lehrling in den Eisenhof eingetreten. Ich werde nie vergessen wie ich am 1. August 1960 vor dem Geschäft, natürlich noch in der Ausseerstraße 2-4, nervös der Dinge, die da auf mich zukommen sollten, wartete. Und es ging auch bald richtig los. Bereits am dritten Tag hieß es: „Runter zum Frachtbahnhof – Waggon ausladen!“ mangels Kran musste ich 14 m langen Betonstahl, insgesamt 30 Tonnen mit anderen Lehrlingen und Arbeitern, unter Mitarbeit unseres Chefs über die Rungen heben und auf einen Hanomag LKW mit Nachläufer aufladen. Bereits in der ersten Kurve kippte der Nachläufer um und wir mussten von Neuem beginnen. Bis wir fertig waren war es 20.30 Uhr. Eine der täglichen Arbeiten als Lehrling war auch, Vormittags den LKW, der die Bahnlieferungen brachte, zu entladen. Der LKW blockierte dabei stundenlang entweder Ausseer- oder Pyhrnstraße und wurde von uns Lehrlingen, natürlich ohne jede technische Unterstützung wie Ladebordwand oder Stapler, die heute ja selbstverständlich sind, abgeladen. Diese sehr schweren Pakete und Kisten wurden händisch in die nur über mehrere Stiegen erreichbaren Magazine getragen. Des öfteren war es der Fall, dass wir dann nachmittags auf Grund von kurzfristig eingehenden Kundenaufträgen, die gleichen Pakete und Kisten wieder über den umgekehrten Weg zum Versand an unsere Kunden brachten. Diese Manipulation der Ware, teilweise auf der Straße, wäre heute nicht nur wegen des verstärkten Verkehrsaufkommens undenkbar, sondern auch der Fuhrpark des Eisenhofes und die Warenbewegungen haben sich in den vergangenen Jahren vervielfacht. Heute werden hunderte Geschäftsfälle pro Tag abgewickelt und die Bestellungen mit mehreren LKWs ausgeliefert! Dies sind nur zwei von vielen Episoden die aus heutiger Sicht nicht mehr vorstellbar sind, diese Erfahrungen und Erlebnisse ich jedoch heute rückblickend, nicht missen möchte.
Heinz Palme von 01.08.1948 bis 31.12.1996 im Eisenhof Liezen, viele Jahre im Aussendienst
"Am 01.08.1948 bin ich aus der Stadt Salzburg kommend, als Lehrling in das Kaufhaus Wulz-Gemischtwarenhandlung eingetreten. Neben allen Artikeln einer Land Greislerei – wie Lebensmittel, Stoffe, Lederwaren, Schuhe, Papier, Futtermittel, Sprengmittel und vieles mehr führten wir auch Eisenwaren. Durch diese Sortiment-Vielfalt konnte ich mir im Laufe meiner Lehrzeit ein ziemlich umfangreiches kaufmännisches Wissen aneignen. 1951 nach Auflösung der Gemischtwarenhandlung begann der stetig nach oben gehende Weg des Eisenhof Liezen. Wie schwer der Beginn dann eigentlich noch war möchte ich durch ein paar Geschichterln erzählen. Am Anfang erfolgte der Versand unserer Waren per Eisenbahn. Der Transport vom Geschäft zum Bahnhof machte täglich der Speckmoser Louis mit einem Haflinger (kein Auto – sondern Pferd). Natürlich war dies keine Dauerlösung. Die Umsatz wurden Dank der enormen Verkaufstüchtigkeit unseres Vertreters Sepp Mauser größer und größer – obwohl er seine Kunden von Liezen bis Wildalpen oder Schladming – Ramsau mit dem Fahrrad besuchte. Also erfolgte der Ankauf eines VW-Pritschenwagen Tragkraft 1000 kg. Beim Beliefern der ersten größeren Baustelle Kraftwerk Hieflau – Waagboden musst er jedoch fast alle 14 Tage mit Achsbruch in die Werkstatt. Grund war natürlich Überladung. Eigentlich könnte ich ein Buch über den Eisenhof Liezen schreiben, aber als ich am 31.12.1996 nach 48 ½ Dienstjahren in den Ruhestand getreten bin, blieb mir nur eins zu sagen: „Danke – es war eine wunderschöne Zeit, die wie im Fluge verging!“
Helmut Mayr von 1957 bis 2002 im Eisenhof Liezen, ab 1977 im Aussendienst
„Wir schreiben den 02. September 1957. Es ist ca. 6 Uhr morgens und ich besteige den Bus der ÖBB in Weißenbach a.d. Enns. Mein Ziel ist Liezen, genauer gesagt der Eisenhof in Liezen, denn dort beginne ich heute zu arbeiten. Mein erster Arbeitstag war jedoch nicht gerade ermutigend, hatte ich doch keine richtige Vorstellung was mich erwartet. Es regnete in Strömen und am Bahnhof stand ein Waggon mit 20 Tonnen Baueisen, der ausgeladen werden musste. Mittags hatte ich bereits aufgeschundene Knie, mein Arbeitsmantel war zerrissen und alle waren wir bis auf die Haut nass. Damals zweifelte ich, ob ich hier lange bleiben würde. Inzwischen sind 51 Jahre vergangen. Ich hatte bald erkannt, dass die schwere Arbeit (es gab noch keine technischen Hilfsmittel wie Kran usw.) nur eine ungute Nebenerscheinung war, jedoch der Beruf Eisenfachhändler sehr interessant ist. Zur Zeit meines Eintritts war der Eisenhof Liezen noch ein sehr junger und relativ kleiner Betrieb. Trotzdem war das Warensortiment schon sehr beachtlich. Doch immer wieder wurden neue Artikel in das Programm aufgenommen, um den vielfältigen Kundenwünschen gerecht zu werden. Da sich der Eisenhof Liezen schon immer als ein Fachgeschäft mit guter Beratung verstanden hat, entwickelten sich im Laufe der Zeit sogenannte Fachabteilungen. Eine davon war die Heizgeräteabteilung in der ich arbeite. Wenn ich an diese schöne Zeit zurückdenke, fällt mir immer wieder eine Begebenheit ein, die ich kurz erzählen möchte. Es war ein schneereicher Winter, und wir hatten eines Tages drei schwere Kohleöfen in das sogenannte Oberdorf in Liezen zu liefern. Als Transportmittel diente uns ein großer Handschlitten. Ich als junger Angestellter und zwei Lehrlinge luden die Öfen auf und machten uns auf den Weg. Die Straße war nicht vom Schnee geräumt und schon gar nicht die Zufahrtswege zu den einzelnen Häusern. So kam es, dass wir im tiefen Schnee stecken blieben. Bei den Bemühungen das Gefährt wieder in Gang zu bringen, wurde nicht nur beim Schlitten sondern auch bei einem der Öfen angeschoben. Der Schlitten rührte sich nicht, jedoch ein Ofen lag im Schnee. Nach einiger Mühe hatten wir aber alles wieder im Griff. So etwas wäre in der heutigen Zeit undenkbar. Aber ich denke oft an diese früheren Jahre in unserem Eisenhof zurück.“
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