Mediahaus in Liezen eröffnet
Was sich bei uns tut
Das ungewöhnliche Motto „Exxtrem“ ging der gelungenen Eröffnungsfeier des Mediahauses in Liezen voran. Mag. Susanne Aigner, die für diese Investition verantwortlich zeichnet, lenkt nicht nur die Geschicke des Traditionsbetriebes „Eisenhof“, sondern hat mit dem Mediahaus auch ein deutliches Signal in Richtung Belebung der Innenstadt gesetzt. Kein Wunder also, dass die Räumlichkeiten des ehemaligen Handelsbetriebes in der Ausseerstraße bei der Eröffnungsfeier zum Bersten voll waren. Vertreter aus Politik und Wirtschaft ließen es sich nicht nehmen, dieser Bündelung von jungen Unternehmen persönlich die Aufwartung zu machen. „Umfassende Dienstleistung“ war Ausgangspunkt der neuen Zweckwidmung dieses Hauses. Heute beherbergen die Räumlichkeiten junge dynamische Unternehmen, die Bereiche wie Marketing, Werbung, EDV Dienstleistung u.ä. abdecken. Stadtmarketing, Tourismusverband sowie die Liezener Bezirksnachrichten haben ebenfalls die Büroräumlichkeiten an diesen Standort verlegt.
Der Nutzen für die Kunden liegt auf der Hand. Alle Dienstleistungen können unter einem Dach bezogen werden. Für die Betriebe ergeben sich daraus Möglichkeiten zur Nutzung gemeinsamer Ressourcen. Das Mediahaus Liezen ist nicht nur eine Belebung der Innenstadt, sondern auch ein Netzwerk moderner Medienwirtschaft.
Eisenhof - Mehr als nur Händler
Was sich bei uns tut
Der eine kann´s, der andere nicht. Entscheidungen – wer sie afu die lange Bank schiebt, hat oft schon verloren. Zum richtigen Zeitpunkt die richtige Auswahl zwischen A und B, das ist die Grundlage für erfolgreiches Wirtschaften. Und steckt dahinter noch eine Frau, so kann hier nur die Rede vom Eisenhof Liezen sein.
Susanne Aigner lenkt seit nunmehr fast zwei Jahren die Geschicke des traditionsreichen Betriebes in Liezen, dem größten privaten Handelsbetrieb unserer Region. „Mein Ziel ist es, Gutes zu bewahren und stetig voran zu schreiten!“ so lautet das persönliche Leitmotiv der ausgebildeten Betriebswirtin. Das Betätigungsfeld ist hingegen ein eher Unweibliches. Der Eisenhof Liezen versteht sich als der Lieferant für das verarbeitende Gewerbe und für kommunale Einrichtungen. Auf gut Deutsch: Wenn Tischler, Schlosser, Zimmerer, Bauunternehmer, Dachdecker, Spengler uvm. Material benötigt, dann werden sie auf dem 15.000 m2 großen Betriebsareal mit Garantie fündig. Das Sortiment umfasst nicht weniger als 60.000 Artikel, die auf Abruf bereitstehen. Baubedarf, Befestigungstechnik, Bau- und Möbelbeschläge, Werkzeuge und Maschinen, technische Geräte, Sanitär und Fliesen, Walzwaren und Produkte für Haus und Garten werden im Ausmaß von 12.000 Tonnen pro Jahr im Umkreis von ca. 150km an den Mann bzw. an die Frau gebracht. Die firmeneigene Flotte von 11 LKW´s sorgt dafür, dass auf Kundenwünsche flexibel und verlässlich reagiert werden kann. „Wir sind mehr als nur Händler!“, erklärt die 37-jährige Firmenchefin und sieht ihren Betrieb als „Partner und Problemlöser, der im Nahversorgungsbereich eine ganz wichtige Rolle spielt.“ 1500 Stammkunden können nicht irren.
Begonnen hat´s im Jahre 1948, als sich Gert Aigner, der Vater von Susanne Aigner, um den Vertrieb der Handelsartikel des ehemaligen Rüstungswerkes „Schmidhütte Liezen“ (später VÖST) bewarb. Er bekam den Zuschlag und handelte fortan mit verschiedenen Grau- und Stahlgussartikeln. Die Eisengroßhandlung „Eisenhof Liezen“ wurde gegründet. Der erste „Fuhrpark“ des kleinen aber interessanten Unternehmens umfasste ganze 1 PS (nämlich 1 Pferd). 1964 tuckerten bereits zwei Eisenhof LKW´s durch die Gegend und 10 Mitarbeiter sorgten für termingerechte Zulieferung und Lagerhaltung. Rund acht Jahre später folgte die Errichtung einer Walzwarenhalle und 1978 wurde eine neue Baumarkthalle für die Lagerung der „technischen Baustoffe“ für den gewerblichen Verbraucher errichtet. Eine eigene Ausstellerhalle für diesen Bereich folgte, Platz für fachmännische Beratung war geschaffen. Der ursprüngliche Firmensitz in der Ausseerstraße 4 (das heutige Mediahaus) wurde als Geschirr- und Geschenkboutique und später als Sport-Fachgeschäft adaptiert, und an den heutigen Firmenstandort an der Selzthaler Straße verlegt. 1971 folgte die Eröffnung einer Filiale in Bad Aussee und Ende der 90er-Jahre erhielt der Eisenhof das Recht zur Führung des steirischen Landeswappen. Nach dem überraschenden Ableben des Firmengründers Gert Aigner im Jänner 2000, übernahm seine Tochter die Geschäftsführung. Heute macht der Betrieb rund 250 Mio. Umsatz pro Jahr.
„Ich bin eine tolle Entscheiderin“, gibt die Powerfrau selbstbewusst von sich und wendet ihr Prinzip auch bei ihrem Mitarbeiterstab – der „Eisenhof-Familie“ – konsequent an. Einer der besten Entscheidungen liegt darin begründet, dass die „Frau Magista“ – wie sie von der Belegschaft genannt wird – Selbstständigkeit und Eigenverantwortung als oberstes Prinzip erkoren hat. „Dazu eine gehörige Portion menschliche Kompetenz und der Grundstein für ein erfolgreiches Miteinander ist gelegt“, betont die attraktive Geschäftsführerin.
Viel Zeit für Erholung oder Hobbys bleiben Susanne Aigner bei dem riesigen Aufgabengebiet nicht. „Zeit zum Heiraten oder Kinder kriegen hab´ ich noch keine gehabt. Aber was nicht ist, kann noch werden“, schmunzelt die Firmenchefin. Vorerst aber gilt es noch die Euroumstellung zu absolvieren, auf die sich der Eisenhof Liezen bestens vorbereitet hat. Dennoch fehle ihr noch das Gefühl für die neue Währung, trotzdem sie sich bereits seit zwei Jahren damit beschäftigte.
Der Zusammenbruch des „Großdeutschen Reiches“ im Jahre 1945 bedeutete für die Menschen dieser Zeit Ende und Anfang zugleich. So auch für den Firmengründer Gert Aigner, der als Angehöriger der deutschen Luftwaffe bei einer Fernbombereinheit im Atlantikeinsatz und in den letzten Kriegsjahren als Nachtjäger im Ruhrgebiet seine Pflicht erfüllte. 1948 gründete er den Eisenhof Liezen als Groß- und Einzelhandelsunternehmen. Als Gründungsmitglied des Einkaufzentrums Liezen machte er sich besonders um die wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung der Bezirksstadt verdient. Er erkannte einerseits wirtschaftliche Möglichkeiten, und andererseits die Bedeutung der Gemeinschaft. Viele Dinge brachte er – meist in ehrenamtlicher Funktion – ins Rollen. Dinge, die der gesamten Region etwas gebracht haben. Unter anderem war er Gründungsmitglied bei vielen Vereinen - einer der schillerndsten Figuren der heimischen Wirtschaft.
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